Radschnellverbindung Tennenlohe

Für die beste Trasse — nicht die bequemste. Bürgerinitiative aus Erlangen-Tennenlohe.

✅ Die ersten Bürger-Verkehrszählungen sind bereits eingetroffen — machen Sie mit! 🚧 Diese Webseite ist gerade erst entstanden — noch ist nicht alles perfekt. Hinweise und Feedback gerne an info@radschnellverbindung-tennenlohe.de.

Radschnellverbindung Erlangen–Nürnberg · Abschnitt Tennenlohe

Radschnellweg? Ja.
Aber nicht durch unseren Ortskern.

Die 2025 beschlossene Vorzugstrasse führt über Leitensteig, Branderweg und Sebastianstraße — mitten durch das gewachsene Wohngebiet von Tennenlohe, vorbei an Grundschule, Kirche, Spielplatz und Sportgelände. Wir sind überzeugt: Diese Führung widerspricht dem Kern der Förderrichtlinien des Bundes. Und es gibt eine bessere Trasse.

36 Haus-, Hof- & Garagen-Ausfahrten münden direkt auf die Trasse gezählt in unserer Video-Dokumentation der Trasse
8 Straßenquerungen auf der Ortsdurchfahrt
14 besondere Konfliktstellen entlang der Trasse
0 veröffentlichte Zähldaten für den Abschnitt Tennenlohe
2.000 Radfahrten/Tag: Schwelle der Bundesförderung VV Radschnellwege 2017–2030, Art. 3

Kernargument A: Die Konfliktfreiheit ist nicht gegeben

Radschnellverbindungen müssen nach dem Regelwerk (H-RSV 2021, VV Radschnellwege) eine schnelle, sichere und möglichst störungsfreie Fahrt ermöglichen — getrennt von anderen Verkehrsarten, mit 4,00 m Regelbreite und ohne ständige Querungskonflikte. Die Realität auf der Vorzugstrasse durch Tennenlohe:

Alle Konfliktstellen im Detail →

„Entweder wird der Standard verfehlt — oder er wird auf Kosten der Sicherheit unserer Kinder und der Anwohner erzwungen." Aus dem Plädoyer der Anwohner an den Ortsbeirat Tennenlohe

Kernargument B: Die Prognose ist nicht belegt

Die Bundesförderung setzt mehr als 2.000 Radfahrten pro Tag im Querschnitt voraus — die Stadt rechnet sogar mit bis zu 4.800 Radfahrten pro Tag. Für den Abschnitt Tennenlohe gibt es jedoch keine veröffentlichten Zähldaten, auf die sich diese Prognose stützen könnte. Die amtliche Dauerzählstelle der Stadt Nürnberg auf der Route (Erlanger Straße) misst seit 2023 im Mittel rund 500–650 Radfahrten pro Tag — ein Viertel der Schwelle, ohne Wachstumstrend. Zugleich wird auf derselben Achse die Stadt-Umland-Bahn (StUB) geplant, die dieselben Pendlerinnen und Pendler ansprechen soll — ob diese Konkurrenz in der Prognose berücksichtigt wurde, ist aus den uns bislang vorliegenden öffentlichen Unterlagen nicht ersichtlich.

Die Planungskosten von 1,465 Mio. Euro werden mit rund 1,1 Mio. Euro vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Auch wenn die Stadt Erlangen unter Haushaltsdruck steht: Auch das Geld des Bundes ist Steuergeld — und es sollte nicht für eine Trasse eingesetzt werden, die gegen die berechtigten Interessen der Anwohner geführt wird.

Deshalb zählen wir selbst. Wir führen methodisch dokumentierte Verkehrszählungen nach fachlichen Standards durch (FGSV/BASt-Methodik) — und jede*r Anwohner*in kann mitmachen. So funktioniert's →

Unser Gegenvorschlag: Um den Ort, nicht durch den Ort

Die bessere Trasse existiert schon: entlang der B4 — gebündelt mit der StUB, wie im gesamten übrigen Streckenverlauf.

Pedelecs verändern die Lage

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war zuletzt etwa jedes sechste Todesopfer im Straßenverkehr mit dem Fahrrad oder Pedelec unterwegs; der Anstieg geht maßgeblich auf getötete Pedelec-Fahrende zurück. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) zeigt zudem: Pedelecs werden in allen Altersgruppen schneller gefahren als herkömmliche Räder. Genau deshalb gehört ein Radschnellweg nicht in enge Ortsstraßen mit Fußverkehr, sondern auf eine eigene, getrennte Trasse. (Quellen: Destatis, Verkehrsunfallstatistik 2024/2025; UDV-Forschungsbericht Nr. 81, 2022.)

Was Sie jetzt tun können

Bei der Verkehrszählung mitmachen Zählprotokoll ausdrucken Unsere Forderungen an Stadt & Regierung

Neu: Fakten statt Prognosen

Amtliche Zähldaten

Gemessen statt prognostiziert

Die Dauerzählstelle der Stadt Nürnberg auf der RSV-Route misst seit 2023: rund 500–650 Radfahrten/Tag — die Förderschwelle verlangt 2.000 im Tagesmittel. 0 von 1.195 Messtagen darüber.

Zur Auswertung →

Vergleichsfall

Was in Oberhaching passierte

Eine Radhauptverbindung durch eine Wohnstraße, an einer Gaststätte vorbei: Tempo 10, Pflaster, Bodenschwellen, Umlaufsperren — acht Jahre Dauerkonflikt in einer Gemeinde, die die Route selbst wollte.

Zum Vergleichsfall →

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